Rund ums Jubiläums-Turnier 2009
Bilanz des S&G Goldstadt Cup
„Wir wollen unser Niveau halten“
Kraus: Ich bin ja schon seit über 20 Jahren im Verein. Es ist also nicht mein erster Goldstadt Cup. Und bei so einem eingespielten Team hinter den Kulissen muss man als Präsident nicht viel tun. Die Sache läuft einfach.
PZ: Was macht auch nach zehn Jahren den Charme des Turniers aus?
Kraus: Dazu fallen mir mit Hans Günter Winkler, Fritzi Speidel-Zachmann, Michael Walter und Carl-Fritz Bardusch vor allem vier Namen ein. Sie sind die Motoren des Goldstadt Cups. Unser Turnier ist nicht mit viel Geld einfach so aus dem Boden gestampft worden – es ist gesund gewachsen und beständig. Der Reiterverein kann stolz sein, Pforzheim kann stolz sein, weil die Veranstaltung nicht nur regional, sondern auch international Beachtung findet.
PZ: Was ist für Sie persönlich vom zehnten Goldstadt Cup hängengeblieben?
Kraus: Das Turnier war diesmal sehr international. Dazu hat sicher auch der Sieg des Ägypters Abdel Said im Großen Preis beigetragen. Wir wollten immer ein hochklassig besetztes, internationales Starterfeld plus starke deutsche Reiter. Das war auch im Jubiläumsjahr der Fall. Der Goldstadt Cup hat sich etabliert.
PZ: Was war aus Ihrer Sicht der Höhepunkt 2009?
Kraus: Natürlich der Sieg eines Außenseiters beim Großen Preis. Es war enorm spannend, als Vorjahressieger Franke Sloothaak zum Abschluss auf den Parcours gegangen ist. Totenstille auf dem Platz. Man hat das Gras wachsen hören. Und dann der Fehler am letzten Sprung. Ich fand auch sehr sympathisch, dass Sieger Abdel Said hinten am Abreitplatz fast jeden in Reichweite umarmt hat. Das macht unser Turnier aus. Die Kinder, die Zuschauer – alle sind nahe an den Reitern dran. Das gibt es selten.
PZ: Frau Speidel-Zachmann, eine Stärke des Goldstadt Cups ist offensichtlich seine familiäre Atmosphäre, die alle Beteiligten genießen. Sie auch?
Fritzi Speidel-Zachmann: Auf jeden Fall. Dazu vielleicht noch eine kleine Anekdote: Weltcup-Sieger Hugo Simon saß am Freitag bis um Mitternacht bei unserem Finanzchef Carl-Fritz Bardusch am Tisch und holte zum Schluss, als der Wein ausging, sogar noch eine Flasche aus seinem Pferde-Lkw. Das spricht doch für sich.
PZ: Leider beschäftigt das Thema „Pferdedoping“ die Reiter zurzeit mehr, als ihnen lieb ist. Gab es auch hier Kontrollen?
Speidel-Zachmann: Beim Großen Preis ist jedes Pferd getestet worden. Die Gamaschen wurden geprüft, es wurde ein Geruchstest auf bestimmte Substanzen durchgeführt. Zudem musste jedes dritte Pferd in die Doping-Box und ist dort von oben bis unten untersucht worden. Zwei Tierärzte – einer vom Weltverband FEI – haben das überwacht.
PZ: Woran liegt es, dass immer wieder Pferde positiv getestet werden?
Speidel-Zachmann: Es gibt kein klares Reglement, wie kleinere Blessuren bei den Pferden medikamentös zu behandeln sind. Die Grenzen sind unzulänglich definiert. Auch ich schmiere meinem Pferd öfter mal Kreme auf die verletzten Stellen, wenn ich ihm damit helfen kann. Zum Glück bin ich Hobby-Reiterin und es bleibt folgenlos.
Kraus: Bei einem Human-Sportler gibt es Grenzwerte. Im Reitsport wissen viele aber nicht, wie lange ein Präparat wirkt und wann ich mein Pferd wieder problemlos einsetzen kann. Das ist oft der springende Punkt. Als Apotheker weiß ich, wovon ich rede. Sie dürfen einem Pferd noch nicht mal Schokolade geben. Auch darin sind verbotene Substanzen wie Theopromin.
PZ: Meredith Michaels-Beerbaum, die deutsche Nummer eins, war schon angekündigt. Sie kam dann aber doch nicht. Hat Sie das geärgert?
Speidel-Zachmann: So ist das eben mit den großen Namen. Die vier, fünf besten deutschen Reiter will eben jeder haben. Als Veranstalter zieht man da oft den Kürzeren. Daran haben wir uns aber gewöhnt. Zum Glück halten uns Franke Sloothaak, Hugo Simon oder auch Lars Nieberg, der diesmal aus familiären Gründen nicht kommen konnte, schon sehr lange die Treue.
PZ: Welche Wünsche bleiben für den Goldstadt Cup 2010 noch offen?
Speidel-Zachmann: Es gibt immer Wünsche und Träume. Davon lässt sich aber meistens nur wenig realisieren. Dass wir den Zuschauern mit niedrigeren Preisen und teilweise sogar freiem Eintritt entgegengekommen sind, hat sich gelohnt. Das werden wir wohl beibehalten. Außerdem sollte die zweite Zuschauertribüne möglichst noch überdacht werden.
Kraus: Wir sind froh, unser Niveau zu halten – gerade bei der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Viele kleinere Reitturniere mussten schon aufgeben, weil die Sponsoren fehlen. Wir sind mit unseren Partnern hochzufrieden. Deshalb macht es auch wenig Sinn, noch mehr zu wollen und noch mehr zu fordern.
PZ-news | 19.05.09 - 14:44 Uhr | geändert: 19.05.09 - 18:56 Uhr | Zum PZ-news Artikel »
Jump like an Egyptian
Ägypter gewinnt Großen Preis beim S&G Goldstadt Cup
PFORZHEIM
(PZ-news). Mit einem Außenseitersieg endete gestern der Große Preis von
Pforzheim. Der erst 19jährige Ägypter Abdel Said sicherte sich den
Hauptpreis, eine Mercedes Benz B-Klasse im Wert von 25 000 Euro.100 Weltranglistenpunkte
Drei Amazonen auf den Plätzen
Mit
seinem Erfolg verhinderte Abdel Said den zweiten Amazonen-Sieg in der
Geschichte des Großen Preises der S&G Automobil AG auf dem
Buckenberg. Bisher hatte sich mit der damals ebenfalls sehr jungen
Caroline Müller 2002 nur eine Frau in die Siegerliste von Pforzheim
eintragen können. In diesem Jahr belegten mit der für die Ukraine
startenden Katharina Offel aus Lohmar, Mylene Diederichsmeier aus
Steinhagen und der Schwedin Angelie von Essen gleich drei Frauen die
Plätze hinter dem Sieger.„Walk like an Egyptian“ (Gehe wie ein Ägypter) – der Hit der Gruppe Bangles lief, als Abdel Said zur Siegerehrung antrat. Eine stilechte musikalische Untermalung, auch wenn es richtiger hätte heißen müssen: Jump like an Egyptian. Schon im Normalparcours mit seinen 13 Hindernissen und 16 Sprüngen auf einer Länge von 490 Metern hatte der spätere Sieger souverän gewirkt. Als siebter Starter im Stechen unterbot er dann mit 36,88 Sekunden die Zeit von Katharina Offel um mehr als eine Sekunde. Außer ihm blieb am Ende nur Vorjahressieger Franke Sloothaak unter 37 Sekunden – doch dem zweifachen Olympiasieger wurde das letzte Hindernis zum Verhängnis. Sloothaak durfte sich mit 5500 Euro Preisgeld trösten, für die Zweite Katharina Offel gab es immerhin 13 500 Euro. Das ist schon mehr als nur ein Trostpflaster.
Gutes Wetter, viele Zuschauer
PZ-news | 16.05.09 - 12:39 Uhr | geändert: 17.05.09 - 20:44 Uhr | Zum PZ-news Artikel »
Portrait: Wer ist er eigentlich, der Abdel Said? »
Das schreibt das MÜHLACKER TAGBLATT »
PZ-Galerie: S&G Goldstadt Cup - Finaltag »
Positive Bilanz der Jubiläumsauflage des S&G Goldstadt Cup
Leistungen auf Top-Niveau sowie treue Sponsoren
Pforzheim (mps/zmk-Press)
- Das Wetter kann selbst der beste Organisator nicht beeinflussen, aber
alles andere klappte beim 10. S&G Goldstadt Cup in Pforzheim wie am
Schnürchen. Zum Glück für die „Macher“ des Drei-Sterne-CSI auf dem
Buckenberg verfügt man mit dem Hans-Günter-Winkler-Platz über ein
Geläuf, das selbst die Wassermassen an den Tagen vor dem Turnier sowie
am Donnerstag und Freitag problemlos „schluckte“ und dennoch
hervorragende Bedingungen für Reiter und Pferde präsentierte. Carl Fritz Bardusch, beim S&G Goldstadt Cup für die Finanzen verantwortlich, zeigte sich mit dem Jubiläumsturnier ebenfalls sehr zufrieden: „Wir konnten trotz der schwierigen Zeiten das Preisgeld anheben und uns auf die Unterstützung unserer Sponsoren und Partner verlassen, die uns zum Teil von Anfang an die Treue halten.“ Nachdem an den beiden ersten Tagen das schlechte Wetter einen größeren Publikumszuspruch verhinderte, verfolgte am Samstag eine große Zuschauerkulisse die Prüfungen. „Und bei dem sonnig-warmen Wetter am heutigen Sonntag bin ich sicher, dass wir am Nachmittag beim Großen Preis der S&G Automobil AG volle Ränge haben werden“, sagte Bardusch.
Die Geschäftsführerin der Turnier-GmbH, Fritzi Speidel-Zachmann, zeigte sich erfreut über die Anerkennung der Teilnehmer, die sich lobend über die familiäre und dennoch professionelle Atmosphäre beim S&G Goldstadt Cup geäußert hätten. Die erstmals angebotene Tour für Amateure, so Speidel-Zachmann, „wollen wir beibehalten, aber im nächsten Jahr müssen wir hierfür im Amateurlager noch aktiver werben und uns Gedanken über die Modalitäten machen“.
Christian Kraus, der Erste Vorsitzende des Pforzheimer Reitervereins, zeigte sich mit dem Ablauf des Turniers „sehr zufrieden“. Hinter den Kulissen habe alles reibungslos geklappt, „das Team ist mittlerweile perfekt eingespielt“ und die Einteilung der mehr als 100 Helferinnen und Helfer habe sich bewährt. „Das gratis angebotene Reiten für Kinder fand großen Anklang“, so Kraus, der seit Ende März im Amt ist, „wir hatten insgesamt sieben Pferde im Einsatz und konnten so vielen Kindern den Kontakt zum Pferd und zum Reiten ermöglichen.“
Neuer Stern am Springsporthimmel
Lemmer gewinnt Preis der Sparkasse Pforzheim Calw
Bereits als Vierter von 46 Startern war Lemmer in den Parcours mit zwölf Hindernissen und 15 Sprüngen gegangen, hatte als Erster eine fehlerfreie Runde hingelegt. Also musste Lemmer auch als Erster von zehn Teilnehmern im Stechen ran. Und wie gut dabei seine fehlerfreie Zeit nach sieben Hindernissen (34, 04 Sekunden) war, sollte sich schnell zeigen. Viele Konkurrentinnen und Konkurrenten brauchten fünf oder sechs Sekunden mehr. Der Einzige, der auch nur halbwegs in Lemmers Dimensionen vorstoßen konnte, war der für Ravensberg reitende Daniel Deusser, der auf dem 13-jährigen Hengst Air Jordan aber 82 Hundertstel Sekunden mehr benötigte. Dritter wurde der Japaner Taizo Sugitani auf Avenzio (36,53).
Hilfe aus Syrien
Nur hauchdünn hatte Franke Sloothaak beim Sparkassen-Preis das Stechen verpasst. Der zweifache Olympiasieger blieb im Umlauf zwar ohne Abwurf, handelte sich aber wegen einer minimalen Zeitüberschreitung einen ärgerlichen Strafpunkt ein.
Lemmer hatte auch am Freitag ein S-Springen auf dem Buckenberg gewonnen, der für Ravensberg reitende Daniel Deusser war im Preis des Gestüts Dobel am Samstagabend erfolgreich. Ansonsten aber teilten sich vor allem die ausländischen Reiterinnen und Reiter die Erfolge bei den großen Springen am Wochenende. Das galt auch für den Preis der Schmuckwelten. Hier sicherte sich der Schweizer Beat Mändli auf der zwölfjährigen Stute Quanta Costa den Hauptpreis – und das waren stilecht Goldbarren im Wert von 5000 Euro. Der Eidgenosse hatte fast 1,5 Sekunden Vorsprung auf den Japaner Taizo Sugitani, der die Schimmelstute California durch den Parcours lenkte. Mit Timo Beck (Kehl) auf dem Wallach Askaban landete der beste Deutsche auf Rang drei.
Ausländer auf dem Podest
PZ-news | 16.05.09 - 12:35 Uhr | geändert: 17.05.09 - 20:43 Uhr | Zum PZ-news Artikel »
Hochgehandelte Konkurrenten hinter sich gelassen
Karim El Zoghby gewinnt Preis der Pforzheimer Zeitung
PFORZHEIM
(PZ-news). Soviel ist sicher: Die Sieger beim Preis der Pforzheimer
Zeitung werden immer exotischer. Während sich im vergangenen Jahr noch
der Niederländer Gert-Jan Bruggink auf dem Buckenberg feiern ließ, lag
diesmal der Ägypter Karim El Zoghby auf seiner Stute Renetty ganz vorn.Von PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer nahm der Mann von den Pyramiden seinen Preis in Empfang und strahlte auch lange nach der Siegerehrung wie ein Honigkuchenpferd. „Renetty ist lange bei den Amateuren geritten und erst kürzlich zu mir gekommen“, verriet der Ägypter. „Ich wollte einfach nur versuchen, sie schnell zu reiten. Und sie war schnell – sogar sehr schnell.“
Starke Konkurrenz abgehängt
Traditionell ist der PZ-Preis (S-Springen der Mittleren Tour) eine Zwei-Phasen-Prüfung mit integriertem Stechen. Der Parcours mit seinen 14 Hindernissen war zweigeteilt. Nur wer die ersten neun Sprünge fehlerfrei absolvierte, durfte auch die letzten Hindernisse in Angriff nehmen. Gewertet wurden dann Fehler und Zeit der zweiten Phase.
El Zoghby, der sich über ein Preisgeld von 1125 Euro freute, legte in beiden Umläufen ein atemberaubendes Tempo vor und wurde am Ende mit 27,18 Sekunden gestoppt. Knapp dahinter platzierte sich Oliver Lemmer (27,44) mit seiner zehnjährigen Fuchsstute Lucie de Brecey und strich immerhin noch eine Prämie von 900 Euro ein. Timo Beck, der amtierende baden-württembergische Hallenchampion, war auf seinem neunjährigen Holsteiner Wallach Askaban bei einer Zeit von 27,78 Sekunden ebenfalls ohne Fehler geblieben und wurde mit 675 Euro belohnt. pep
PZ-news | 16.05.09 - 12:32 Uhr | geändert: 17.05.09 - 20:20 Uhr | Zum PZ-news Artikel »
Springreiterin Jessica Kürten im Interview
"Mit Pferden bin ich glücklich"
Pforzheimer Zeitung: Sie gelten als die beste Springreiterin Ihres Landes. Sind Sie das irische Pendant zu Meredith Michaels-Beerbaum?Jessica Kürten: Ich bin vielleicht auch die einzige Springreiterin in Irland (lacht). Nein, Spaß beiseite, wenn jemand mich mit Meredith vergleicht, schmeichelt mir das sehr. Mein Team zu Hause, mein Mann, meine Pferde und die Besitzer meiner Pferde haben am Erfolg großen Anteil.
PZ: Es gibt sogar Experten, die behaupten, Sie hätten einen eleganteren Stil als Ihre Reiterkollegin?
Kürten: Sie müssen mir unbedingt verraten, wer das gesagt hat. Dann drücke ich dem einen Kuss auf die Wange (lacht). Nein, nein – das ist unwahrscheinlich. Es gibt nur etwa 20 Weltklassereiter, die hart dafür arbeiten, ganz oben zu bleiben. Es ist auch nicht so wichtig, die Reiter zu vergleichen. Denn viel hängt davon ab, was wir unter uns haben. Die Pferde machen den Unterschied. Und darin hatte ich bisher immer sehr viel Glück.
PZ: Wie sind Sie zum Pferdesport gekommen?
Kürten: Mein Vater war leidenschaftlicher Galopp-Rennreiter. Er ist zwar Zahnarzt, aber das hat er nur gemacht, um Geld für seine Pferde zu verdienen. Meine Mutter ist Künstlerin und hat früher sehr gefühlvoll Pferde gemalt. Schon mit zwei Jahren bin ich im Sattel gesessen. Es geht sogar das Gerücht, meine Mutter hätte einen Jagdausflug geritten, als sie mit mir im achten Monat schwanger war. Das hat mich wohl geprägt.
PZ: Seit 1998 sind Sie mit ihrem deutschen Mann Eckard verheiratet und leben im Rheinland. Er ist Ihr Manager. Wie vertragen sich denn irische und deutsche Mentalität?
Kürten: Oh, oh – wir sind ein ziemlich feuriges Team. Mein Mann ist ein toller Manager und ein Spitzenmensch mit einem großen Herzen. Um mich zu managen, hat er seinen Job aufgegeben. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar. Er lenkt mich in die richtigen Bahnen.
PZ: Sie haben schon viele sportliche Erfolge gefeiert. Welcher war Ihnen der liebste?
Kürten: Der Sieg bei der Mannschafts-EM 2001 in Holland war natürlich ein Highlight. Aber Pferdesport ist vor allem Einzelsport. Deshalb ist mir der Gewinn der Global Champions Trophy letztes Jahr in Sao Paolo auch sehr wichtig. Auf diesen Moment habe ich 20 Jahre hingearbeitet. Für mich und mein Spitzenpferd Castle Forbes Libertina, das zurzeit leider verletzt ist, war das gigantisch. Wir haben gefeiert ohne Ende.
PZ: 1996 und 2004 haben Sie an den Olympischen Spielen teilgenommen. Wie steht’s mit London 2012?
Kürten: Ich komme ja ursprünglich aus Nordirland und habe sowohl den irischen als auch den britischen Pass. London reizt mich unheimlich. Das ist fast so, als würdest du die Chance kriegen, in einem James Bond-Film mitzuspielen. Bei so einem Klassiker muss man dabei sein. Dafür werde ich alles geben.
PZ: Sie sollen mal gesagt haben, dass sich noch mit 85 reiten wollen.
Kürten: Das ist korrekt. Mit Pferden bin ich rundum glücklich und will solange wie nur irgend möglich reiten. Auch auf die Gefahr hin, dass mein Mann verzweifelt. Außerdem arbeite ich seit Jahren fleißig an einem Lottogewinn. Wenn das funktioniert, wird der coolste Pferde-Lkw der Welt gekauft.
PZ: Kommen Sie mit dem dann auch wieder zum Goldstadt Cup nach Pforzheim?
Kürten: Aber sicher. Ich bin hier im Regen angekommen und wurde so warmherzig empfangen. Für Reiter ist das hier ein super Turnier. Das habe ich sofort gespürt.
PZ-news | 16.05.09 - 12:39 Uhr | geändert: 17.05.09 - 19:50 Uhr | Zum PZ-news Artikel »
Petrus spendete den Springreitern viel Wasser von oben
S&G Goldstadt Cup: Späte Entscheidung
PFORZHEIM
(PZ-news). Es war eine späte Entscheidung. Und es war eine enge
Entscheidung: Beim S&G Goldstadt Cup der Springreiter ritten zum
Auftakt der Großen Tour am Freitagabend drei der letzten vier Starter
weiter nach vorne.Der 27-jährige aus Westerkappeln mit seinem erst neunjährigen Wallach Abdullah legte als viertletzter Starter in 67,09 Sekunden die Siegerzeit vor. Als vorletzter Starter fegte Sloothaak auf Aquino, einem zwölfjährigen in Holstein gezogenen Wallach, ohne Abwurf in 67,12 Sekunden durch den Parcours. Am Ende fehlte nur ein Wimpernschlag.
„Ich
hätte nicht gedacht, dass ich die Zeit von Hugo Simon überhaupt
einholen könnte“, freute sich der Sieger später. Für den Großen Preis
am Sonntagnachmittag will Rieskamp-Gödeking aber keine Rückschlüsse aus
dem gestrigen Tag ableiten: „Da werden die besten Reiter noch einmal
andere Geschütze auffahren und Vollgas geben.“Doppeldeutiger Wasserspender
Fast schon sinnbildlich war es, dass es beim wichtigsten Springen des gestrigen Tages um den Preis der Firma Bardusch Wasserspender ging. Der Petrus spendete den Springreitern viel Wasser von oben. Reiter und Pferde kämpften ebenso mit Pfützen wie mit Hindernissen. Ein Glück nur, dass die Prognose für das Wochenende besser ist.
Im zweiten S-Springen des gestrigen Tages sicherte sich der 29-jährige Oliver Lemmer aus Lohmar den Preis der Thermik Gerätebau GmbH.
PZ-news | 15.05.09 - 09:21 Uhr | geändert: 15.05.09 - 21:47 Uhr | Zum PZ-news Artikel »
Jetzt springen sie wieder beim S&G Goldstadt-Cup
PFORZHEIM (PZ-news/zmk-Press).
Der Startschuss ist gefallen. Mit einem Warm-up und drei Prüfungen für
Amateure wurde am Donnerstag das große Pforzheimer Reitturnier
eingeläutet. In der Bronze-Tour der Amateure ließ Christina Schmierer
aus Wiernsheim auf "Little One" die
internationale Konkurrenz deutlich hinter sich und übernahm somit nach
der ersten von drei Prüfungen die Führung in dieser Tour. Am Freitag
stehen die ersten Springen der Profis auf dem Programm.PZ-news | 14.05.09 - 11:01 Uhr | geändert: 14.05.09 - 20:02 Uhr | Zum PZ-news Artikel »
S&G Goldstadt Cup - Pressekonferenz
Hintergrund: "Wollte sich nicht blamieren" PFORZHEIM (PZ/zmk-Press). Eigentlich sollte auch die derzeit beste Springreiterin, Meredith Michaels Beerbaum in Pforzheim starten. Danach hieß es, sie sei für den Nationenpreis in La Baule kurzfristig nachnominiert worden. Doch bereits am Turnierdonnerstag machte auf dem Buckenberg in Windeseile die gänzlich anders lautende Nachricht die Runde: Sommerstorf (comtainment.de) - Der Anruf bei Jens Vogt kam abends anderthalb Tage vor Turnierbeginn: Springreiter Markus Beerbaum (Thedinghausen) fragte beim Turnierleiter des 9. KMG CUP in Sommerstorf (14.-05.-17.05.09) vorsichtshalber mal nach, ob wohl seine Frau auch in Sommerstorf willkommen sei. Die Frau heißt Meredith Michaels-Beerbaum, ist die Nummer eins der Weltrangliste, Weltcupsiegerin und Europameisterin. „Da sagt man gern ja,“ bekundete Jens Vogt unumwunden. Tatsächlich sattelte die gebürtige Amerikanerin mit deutschem Pass gemeinsam mit Ihrem Mann Markus Beerbaum bei dem nationalen Turnier in Mecklenburg-Vorpommern ihre Pferde. Der Grund: "Shutterfly" braucht eine Pause. Und weitere gute Pferde, mit denen sie in Pforzheim konkurrenzfähig gewesen wäre, hat Meredith Michaels-Beerbaum derzeit nicht zur Verfügung. "Sie wollte sich hier einfach nicht blamieren", so Turnierchef Hans Günter Winkler. KMG CUP » |
Stark ist in diesem Jahr auch die internationale Beteiligung. Vor allem die Irin Jessica Kürten dürfte nach der Absage von Michaels-Beerbaum in den Fokus rücken. Auf die Weltranglisten-Sechste ist auch Hans Günter Winkler gespannt. Der erfolgreichste deutsche Springreiter aller Zeiten gehört in Pforzheim seit Jahren zur Turnierleitung und freut sich auf ein „wunderbares Starterfeld“ mit mehr als 60 Reiterinnen und Reitern aus 16 Nationen.
Preisgeld und Ranglistenpunkte
Das Pforzheimer Turnier hat auch in wirtschaftlich schweren Zeiten seinen Stellenwert behauptet. Das wurde gestern bei der Pressekonferenz deutlich. „Wir haben uns nicht zurückgezogen. Wir bleiben Sponsor und freuen uns auf das Turnier“, erklärte Wolfgang Ritz als Vorstandsvorsitzender der S & G und Gastgeber der Pressekonferenz. Carl-Fritz Bardusch, der in der Turnierleitung für die Finanzen zuständig ist, konnte sogar von einer leichten Steigerung beim Preisgeld berichten – in diesen Zeiten, in denen manches Reitturnier ums Überleben kämpft, keine Selbstverständlichkeit. „Alle Sponsoren bleiben dabei. Wir können unseren Zuschauern wieder ein klasse Reiterfeld bieten“, freute sich Bardusch.
Zu den Top-Sponsoren zählen die Sparkasse Pforzheim-Calw und die Schmuckwelten. Für den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Dr. Herbert Müller, passen das Jubiläum seines Institutes (175 Jahre) und das kleine Jubiläum des Turniers (10. Auflage) bestens zusammen. „Schließlich ist die Veranstaltung ein Glanzlicht in der Region.“ Ähnlich sieht es Schmuckwelten-Geschäftsführer Michael Buck: „Edle Reiter, edle Pferde, edle Marken – das passt zusammen.“
Dass der Goldstadt Cup den Namen der Stadt über die Region hinausträgt, unterstrich Sportbürgermeister Gert Hager. „Das ist eines der Highlights im Jahreskalender, hier trifft sich das ‚Who ist who‘ der Reitwelt.“ Für ein schönes Ambiente will der gastgebende Pforzheimer Reiterverein mit seinem neuen Vorsitzenden Christian Kraus sorgen. „Wir wollen mit 150 Helferinnen und Helfern unseren Beitrag leisten“, versprach der Vorsitzende, der auch ein umfangreiches Rahmenprogramm ankündigte.
Beginn bereits am Donnerstag
In wirtschaftlich schweren Zeiten Stellenwert behauptet
Die dreifache deutsche Meisterin Eva
Bitter mit (von links) PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer,
Sportbürgermeister Gert Hager, dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Ritz
von Turnier-Titelsponsor S&G Automobile, dem
Reitervereinvorsitzenden Christian Kraus, Carl-Fritz Bardusch vom
Turniervorstand, Schmuckwelten-Geschäftsführer Michael Buck und dem
Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Pforzheim Calw, Dr. Herbert Müller.
Reitlegende Hans Günter Winkler (Mitte) präsentiert zusammen mit dem neuen Reitervereinvorsitzenden Christian Kraus (links) und dessen Vorgänger Hans Schweizer das Turnierprospekt.
Fotos: Ketterl
PZ-news | 11.05.09 - 14:24 Uhr | geändert: 11.05.09 - 18:28 Uhr | Zum PZ-news Artikel »
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Zum Thema
Investitionen in Kommunikation während der Krise
Pforzheim (zmk-Press/PZ/PAGE)
- Das Pforzheimer Turnier hat auch in wirtschaftlich schweren Zeiten
seinen Stellenwert behauptet. Das wurde gestern bei der Pressekonferenz
deutlich. „Wir haben uns nicht zurückgezogen. Wir bleiben Sponsor und
freuen uns auf das Turnier“, erklärte Wolfgang Ritz als
Vorstandsvorsitzender der S&G und Gastgeber der Pressekonferenz. Carl-Fritz Bardusch, der in der Turnierleitung für die Finanzen zuständig ist, konnte sogar von einer leichten Steigerung beim Preisgeld berichten – in diesen Zeiten, in denen manches Reitturnier ums Überleben kämpft, keine Selbstverständlichkeit. „Alle Sponsoren bleiben dabei. Wir können unseren Zuschauern wieder ein klasse Reiterfeld bieten“, freute sich Bardusch.
Interessante Aspekte zum Thema Investitionen in Kommunikation während der Krise führt in diesem Zusammenhang das Webdesign Magazin "PAGE" in seiner Ausgabe 06.2009 ins Feld:
• Anzeigeflächen, Werbemaßnahmen sind im allgemeinen günstiger
• Werbung wird wirksamer, es gibt weniger Werbung insgesamt
• Authentizität und Glaubwürdigkeit ist bedeutender denn je
• punktgenaue Kommunikation ist nötig, keine verschwenderische
Massenstreuung
• Werte der Firma, Produkte, … weiterführen
• sich profilieren, Signale setzen, Zukunftsfähigkeit nach außen
transportieren
• proaktiv agieren
• Gfk Studie ( siehe unten)
Antizyklisches Werbeverhalten hilft Unternehmen besser durch
schwierige Phasen zu kommen. Sog. "Gewinnermarken" haben in der Krise 2001-2003
Ihren Marktanteil um 10% oder mehr erhöht durch im Durchschnitt 49% mehr
Werbeausgaben, während sog. "Verlierermarken" ihre Budgets kürzten und an
Marktanteilen verloren.
Berühmte Beispiele:
CITROEN: Im April
2007 startet Landor Paris gemeinsam mit der CITROEN-eigenen Designabteilung die
Entwicklung des Rebrandings
MINI:
Mit einer neuen Kampagne startet MINI ins Krisenjahr, dabei war es
keineswegs so, dass Geld keine Rolle spielte. Die Mini Mutter BMW
verlangte Effizienz.
Webdesign Magazin "PAGE" | Ausgabe 06.2009 | Erstellt: 13.05.09 - 16:46 Uhr | page-online.de
PZNEWS-TV: Frühstück beim Pforzheimer Reiterverein
Eistee und ein Pferd überm Tisch
PFORZHEIM (PZ-news) -
Wer bei fremden Menschen gratis frühstücken will, muss sich auf einiges
gefasst machen. Online-Redakteur Thomas Kurtz hat da schon ein dickes
Fell entwickelt.
Aber manchmal kommt selbst er ins Staunen über das, was manche Zeitgenossen brauchen, um einen guten Start in den Tag hinzulegen. Fritzi Speidel-Zachmann zum Beispiel verzichtet morgens auf feste Nahrung und trinkt nur einen Eistee. Am besten noch aus der Dose.
Der Tisch als Sprung-Hindernis — Video: Frühstück beim Pforzheimer Reiterverein »
Internationale Reitstars
Über 150 ehrenamtliche Helfer
Turnier mit familiärer Atmosphäre
PZ-news | Erstellt: 08.05.09 - 21:31 Uhr | geändert: 09.05.09 - 03:01 Uhr | Zum PZ-news Artikel »
Weltranglisten-Erste kommt zum S&G Goldstadt-Cup
PFORZHEIM
(PZ-news) -
Wenn in der kommenden Woche vom 14. bis 17. Mai der S&G
Goldstadt-Cup der Springreiter in Pforzheim stattfindet, wird auch
wieder die Weltranglisten-Führende Meredith Michaels-Beerbaum ihre
Pferde auf dem Buckenberg satteln.PZ-news | Erstellt: 06.05.09 - 12:11 Uhr | geändert: 06.05.09 - 14:19 Uhr | Zum PZ-news Artikel »


























