Berber Pferde

Bergpferde

Ein typischer Berber, der in artgerechter Haltung verkauft werden kann. Zucht & Ursprung des Bergpferdes Die Berberpferde stehen seit beinahe 4000 Jahren im Dienst des Menschen und sind damit eine der Ã?ltesten Pferdezucht. In Nordafrika haben diese aussergewöhnlichen Pferde ihre Wurzeln. Sie waren immer in engem Kontakt mit den Berbern, die schon vor unserer Zeit Pferde zogen.

Die Berber waren und sind Nashörner und Bäuer.

In der Regel halteten sie ihre Pferde individuell an einem Seil inmitten der Festzelte, Menschen, Ziege und Schaf. Ihre Pferde waren in Kriegszeiten die besten Waffen: flink, tapfer und agil. Der Berber war auch in der Antike als Kampfpferd bekannt und notorisch. Die Römer fürchteten den karthagischen Hannibalen für seine erfolgreiche und mutige numidianische Kavallerietruppe, die aus Nordafrika kam.

Neben Hannibals Berberpferden waren es auch die harten und mutigen Berberpferde, die über die Alpenkette stiegen und die Römer erschreckten. Neben ihrer Tradition und ihrem Einfluss auf den Religionswandel haben die arabischen Volksgruppen auch die ersten arabischen Pferde nach Nordafrika gebracht. Während der arabischen und inzwischen islamischen Eroberung und des Krieges wurden Berber- und Arabisches Pferd zu begehrten Veredlern der europäischen Völkerschaft.

Insbesondere die über 700 Jahre maurischer Herrschaft in Südspanien hinterließen deutliche Spur des berberischen Pferdes im Spanier, das von dort aus mit Christoph Kolumbus auch die Neue Welteroberung erreichte. Es ist nicht klar, wie groß der damalige Beitrag der Nordafrikaner war. Es handelt sich um ein Kriterium, das wir auch heute noch bei Berbern und arabischen Berbern wertschätzen und durchsetzen.

Von den Berberpferden wurden im Hochmittelalter und in der Jahrhundertwende die begehrten Kriegspferde und die Reiterpferde von Königen und Kaisern. Neben dem Spanier waren die Bergepferde oder auch die Pferde der "Barbarie" Statussymbolen und für die Hochreitkunst wie sie entstanden. Zum Beispiel Antoine de Pluvinel (1555-1620): "Ich denke viel von den Barbaren für Carier-Reiten (Schulreiten) wegen der besonderen Vorliebe, die sie haben, um anmutig und mit seltsamer Begierde zu toben.

der den Reitsport auf einem berberischen Hengst namens Bonnite erlernte. Dieses " bestes " Springpferd wird von ihm wegen seiner Stärke in der Schule und der Toleranz und Bereitschaft, mit der es dem Schüler das Fahren ermöglicht, gelobt. Der große Meisterreiter Francois Robichon de la Guèrinière hatte auch eine Präferenz für den Berber: "....das Barbarenpferd hat weniger Flammen als die Spanier und sein Gangwerk ist leichtfertiger.

"Die Berberpferde haben nahezu alle amerikanische Hunderassen beeinflusst (die Viertelpferde, die Criollo, die Manga, die Mustangs, etc.). Ein Gründungshengst der britischen Reinzucht war der berberische Hengst Godolphin Barb. Im Jahre 1830, als die Franken Nordafrika besetzten, konfiszierten sie mehrere hundert Berberpferde. Das Ergebnis waren einige der besten arabischen Gebirgsgestüte des Maghreb.

Es wird daher angenommen, dass bereits während der muslimischen Herrschaft über Nordafrika im siebten und achten Jahrhundert arabische und berberische Völker überquert wurden. Aus dieser Züchtung ist eine eigene Sorte entstanden, die die Vorzüge der beiden ursprünglichen Rassen auf eine ganz spezielle Art und Weise verbindet: die Tapferkeit, Nervenkraft, Widerstandsfähigkeit und Loyalität des Berber mit der Kraft, Geschwindigkeit und Ästhetik des Arabischen.

Selbst Berber und Araber-Berber wurden von deutschen Regimenten bis nach Russland, Polen, Österreich und Deutschland gebracht, wo sie nach dem Kriege schnell vergessen wurden. Der arabische Berber ist heute das häufigste Tier im Maghreb. 95% aller Pferde stammen aus dieser Zucht, vor dem reinrassigen Araber, dem Anglo-Araber und dem Berber.

Lange Zeit wurde die Weltsituation des Bergpferdes als besorgniserregend angesehen, da das ehemalige Kriegs- und Dienstpferd in den Herkunftsländern kaum benötigt wird. Die Berber, von denen sich die meisten inzwischen in ihrem eigenen Lande niedergelassen haben und in der Minorität sind, lieben das edle Ross mit der gleichen Zuneigung wie ihre Ahnen.

Aber nur für die jährliche Fantasie - Reitspektakel, Volksfest und inzwischen touristisches Schauspiel - belebt sie mit ihren Pferde für wenige Stund die Kraft und den Mumm eines großen Reitvolkes aus vergangenen Tagen. Aber der raschere und damit populärere arabische Berber hat ihm schon lange seine allerletzte ehrbare Arbeit verweigert. Damit sind die Berberbestände im Maghreb im Verhältnis zu den Jahren, in denen das maurische Ross auf der ganzen Weltkugel gefragt war, vernachlässigbar niedrig.

Überall gibt es Bestrebungen, das originale berberische Pferd zu schonen. Zum Teil wurde auch mit finanzieller Hilfe (im Maghreb) der Schutz dieser originalen Art angestrebt. Inzwischen sind die Bestrebungen von großem Nutzen und das Fortbestehen der Berber scheint intakt. Vor allem in Europa werden Berber- und arabische Berberpferde immer mehr zu beliebten Freizeitpferden, da sie exakt der Art von Pferd entspricht, die die meisten Reiter im Freizeitsport anstreben.

Etwa 20 - 30 Berber- und arabische Berberfohlen werden hier jedes Jahr zur Welt gebracht. In Deutschland wird die Gesamtzahl der berberischen Pferde (mit und ohne Papiere) auf etwa 500 geschätz. Veranstaltet wird die von der World Berber Federation OMCB (Organisation Mondiale du Cheval Barbe) mit ihren Stutbuchmitgliedern Algerien, Marokko, Tunesien, Frankreich, Deutschland, Belgien und der Schweiz.

Auch interessant

Mehr zum Thema