Fliegendes Pferd

Flugpferd

mw-headline" id="Inhalt">Inhalt[Quelltext bearbeiten]span> Auf der Flucht ist eine Erzählung des deutschsprachigen Dichters Martin Walser. Wo sich der Oberstufenlehrer Helmut Halm mit seiner Gattin Sabine aus der Weltgeschichte zurückgezogen hat und sein GlÃ?ck darin sieht, von der Weltgeschichte falsch eingeschÃ?tzt zu werden, verfolgt der Publizist Klaus. Er strebt nach Erfolgen und sozialer Wertschöpfung und strebt auch von seiner viel jÃ?

ngeren Gattin Helene Selbstvergewisserung an.

Helmut Hommel, Oberrat am Stuttgarter Elite-Gymnasium, und seine Ehefrau Sabine und ihr Spanisch-Otto sind seit elf Jahren im Ferienaufenthalt am Bodensee. Die Vorstellung, die Hall der ganzen Erde vermittelt, sollte so wenig wie möglich seiner Lebensrealität entsprechen. Er kommt mit seiner Ehefrau Sabine meist ohne große Wörter aus.

Das aufgenommene Werk wird durch das plötzliche Erscheinen von Helmut Halms, einem Schulfreund und Studienkollegen, beunruhigt. Der Publizist Klaus Büch ist ebenso von Fitness und einer gesunden Ernährungsweise fasziniert. Sofort erweckt er die Erinnerung an die gemeinschaftliche Geschichte mit Helmut, die dieser in seiner Tendenz, von der ganzen Gesellschaft falsch eingeschätzt zu werden, nur mit Unruhe über sich selbst ertragen kann.

Klaus Büch philosophiert dabei aus der vermeintlich übergeordneten Perspektive des mental und geschlechtsspezifisch freigesetzten erfolgreichen Mannes gegen die gehemmte und stickige Kleinbourgeoisie, während Helmut sich mit der Defensivhaltung seiner Lebenshaltung in die Selbstverteidigung begibt. Die Lebensfreude, die Klaus Büch ausstrahlt, zieht Sabine an. Auf der anderen Seite ist Helmut von Helenes Erotisie begeistert und verlegen zugleich.

Während einer Tour gibt es einen sinnbildlichen Augenblick, in dem ein entlaufenes Pferd auf die Truppe zuspringt. Der Klaus schafft es, das Pferd zu fangen, worauf er erklärt: "Man kann einem flüchtenden Pferd nicht im Weg stehen. Mit einem flüchtenden Pferd kann man nicht reden". 1) An einem der nächsten Tage machen die beiden Herren allein einen Segeltrip, bei dem Klaus seinen Kumpel zu einer zukünftigen Zusammenarbeit auf den Bahamas zu bewegen ist.

Er versteht den Wettstreit mit den Naturgewalten als eine Aufgabe und lenkt nahe am Fahrtwind. Helmuts Angst ist die tödliche Angst, dass sein befreundeter Mann das Raumschiff umkippt. Der schiebt die Fräse aus Klaus' Händen, woraufhin er über Bord geht und abgebrochen wird. Nachdem der Sturm abgeklungen ist, kommt Helmut allein zu den beiden an.

In der Überzeugung, dass Klaus tot war, offenbart Helene die Heuchelei ihres Schicksals an seiner Seite: Klaus wurde von einem Selbstzweifel verschlungen, glaubte nicht an seine journalistischen Leistungen, sah sich als gescheitert und als "Verbrecher", der der Weltöffentlichkeit nur etwas vortäuschte. Er behielt seine Ehefrau, eine gelernte Klavierspielerin, bewusst auf kleinem Raum und verbot ihr das Musizieren, um sich ihr gegenüber wohl zu sein.

Er wurde in seiner Auseinandersetzung mit Helmut vor seiner Ausweglosigkeit bewahrt, er hofft, sich von der Ursache und dem Gleichgewicht seines ehemaligen Jugendfreundes zu erholen. Mitten in Helenes Klavierspiel betritt Klaus Büch die Ferie. Das Paar teilte sich ohne einen Perspektivenwechsel zwischen Helmut und Klaus auf. Die Halmen gehen früher.

Helmut Sabine berichtet auf der Fahrt nach Montpellier die Urlaubsgeschichte, sein letzter Spruch ist der Anfang der Novellen. Was aus narrativer Perspektive auffällt, ist der ausgeprägte Fokus, der die Inhalte aus Helmut-Sicht sichtbar macht und dem Betrachter einen tiefen Einblick in sein inneres Leben gibt. In seinem 1978 veröffentlichten zweiten Werk Heimatlob, das Walsers Texten mit dem Aquarell des Künstlers André Ficus kombinierte, kam die spezielle Verbundenheit des Schriftstellers zu seiner Wohnung am Bodensee zum Ausdruck.

Im Jahr 1985 setzte er mit dem Buch Marken das Lebensweg von Sabine und Helmut Halm fort und verlegte sie vom Bodensee nach Kalifornien, wo Halm eine Gastdozentur an einem US-Hochschule antrat. Die Hauptfigur in Walsers Werken Das Schwänzchenhaus, Die Jagt und Der Moment der Verliebtheit ist der Hausherr der Halmen, Herr GOTTLIEB Zürn.

Hochsprung Walser: Ein flüchtendes Pferd (1980), S. 90.

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