Halbblut

Mischling

Ein Halbblutfilm von Michael Apted mit Val Kilmer, Sam Shepard. Inhaltsübersicht In den USA verdiente er 22,7 Mio. Dollar in den Kinos. Schließlich war Dennis Banks, ein bedeutender Akteur der American Indian Movement, der sich in einer unterstützenden Rolle engagierte.

mw-headline" id="Halbblutzucht_in_Deutschland">Halbblutzucht in Deutschland[Bearbeiten | < edit Quellcode]

Ein Halbblut ist in der Pferderassenzucht eine Mischung aus einem reinrassigen und einem anderen Pferd. Halbblutprodukte gibt es nach Mischungen mit englischen oder arabischen Vollblütern. Insbesondere in der doppelten Monarchie Österreich-Ungarn wurde der Ausdruck für militärische Pferde verwendet, die in großer Anzahl in den Landgestühlen (Radautz, Mittelgroße Energien, Bábolna...) und in den nationalen Rassen aufgestockt wurden.

Sie unterschieden zwischen "schweren" und "leichten" englisch- und orientalischen Mischlingen. Der Nonius war ein schwerer englischer Mischling, Gidran ein schwerer orientalischer Mischling. Die Bezeichnung Halbblut wird verwendet, um sie vom britischen Reinrassigen zu unterscheiden. Mischlinge werden als launischer angesehen als Kriegsblüter und werden daher häufig im Reitsport verwendet. Der Mischling kann als hochveredeltes Warblümchen beschrieben werden, er ist in keiner eigenen Zuchtkategorie gelistet; er ist ein Warblümchen- oder Sport-Pferd mit einem sehr hohen Anteil an Edelblut.

Heutzutage wird in der sportlichen Pferdezucht mit verhältnismäßig niedrigem Reinrassanteil gezuechtet, da die meisten Rennen bereits einen ausreichend großen Prozentsatz haben; Vollrassigkeit wird verhältnismäßig wenig genutzt, nur noch auf dem Weg der unmittelbaren In-Crossing. Halbrassen haben in der Praxis einen Reinrassigkeitsanteil von 50 vH. So werden auch Hengste mit einem höheren Vollblüteranteil als Halbrassen eingestuft.

Manchmal kann der Prozentsatz des Vollblutes die Obergrenze von 7/8 überschreiten. Aus züchterischer Sicht zählt ein Vollblutpferd mit nur einem Warmblutvorfahren zu den Halbblütern in der Reinrassenzucht; das britische Reinrassig wird in der strengsten Reinrassenzucht gezogen. Wenn beispielsweise nur einer der 32 Vorfahren ein nicht volles Blut ist, wird das Erzeugnis in das Weatherbys Half Blood Register in England eingetragen, das das Deckbuch führt.

Mischlinge werden in das Zuchtbuch eines staatlichen Pferdezuchtverbandes (z.B. Hannoversche Pferdezucht usw.) und nicht bei der Direktion für Reinzucht und Rennsport aufgenommen. Halbrassen mit einem besonders hohem Vollblutanteil werden auch im Galopprennen und dort vor allem im Hindernistrennen verwendet. So wird in Frankreich die Mischlingszucht im großen Maßstab mit ca. 2000 Zuchtstuten durchgeführt.

Seit vielen Dekaden hat der Franzose Anglo-Araber dort seine eigene "Halbblut-Zucht" aufgebaut, die im Renn- und Vielseitigkeitsbereich sowie als Züchterveredler hoch angesehen wird. Der Anglo-Araber ist ein sehr geschätztes Rassepferd, das im unmittelbaren Vergleich mit dem englischen Reinrassigen keine Galoppfähigkeiten aufweisen kann, aber als erfolgreiche Kombinationsüberquerung ist er ein Wert.

Ebenso waren die frühneuzeitlichen Ostpreußen Trakehner und die Ungarn Gidrans gleichsam reinrassige Mischlinge, wenn auch mit Teilen der iberischen und anderen Zucht. Streng genommen handelt es sich bei dem berühmten Irish Jäger um ein Mischling, wenn auch in der Schwere; er stammt in der Tradition aus der Mischung eines Vollbluthengstes mit einer Irish Draught Stute (schweres Warmblut). Wurde die Stute der Mutter bereits verpflanzt, dann erhalten Sie einen so genannten leichten Jäger mit 3/4 Vollblut.

Der Trotter wird auch weltweit als Mischling eingestuft. Erfolgreichster Galopprenner in Deutschland war in den 60er Jahren Dornkaat, gezüchtet von G. u. W. Bloohme im Hannoveraner Zuchtbereich. Die Hünerfamilie im hannoverschen Brutgebiet hat eine große Mischlingsrasse für den Pferderennsport. Weil der Behindertensport in Deutschland nur von untergeordneter Wichtigkeit ist, nimmt auch die Zahl der Halbblutarten im Galopprennen deutlich ab.

ISG-Verlag, 1987. Heinrich Gawlik, Martin Haller: The Breeding of the Half-Blood Horse in Austria-Hungary; Association publication Documentation Centre for Old Austrian Horse Breeds.

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