Pferde heute

Heute Pferde

Die Pferde damals und heute - beliebt, benutzt, gefoltert - Teil 1 27.01.2014: Das Ross - ein Bauernhoftier? Aber was ist mit dem Spiel? Schon in der frühesten Jungsteinzeit, als die Menschen als Krieger und Viehzüchter durch das ganze Jahr zogen, verfolgten sie die Pferderassen, um sie als "Lebensgrundlage" zu nützen.

Später haben sie versucht, die Pferde auf ihren Wanderungen auf besonders gute Weidegründe zu führen, da beide Parteien davon zu haben.

Im dritten Millennium v. Chr. wurden wilde Pferde in der pontokaspischen Steppe (dem heutigen Russland, Kasachstan, der Ukraine und Rumänien) zähmt. Noch bis zum zweiten vorchristlichen Jahrhundert waren Pferde in ganz Europa weit verbreitet. Für die meisten Menschen war es ein Problem. Fundstücke, die das Fahren in unseren Breitengraden nachweisen, gibt es erst ab der Eisernen Zeit, also ab 800 v. Chr. In den darauffolgenden Jahrzehnten war das Tier ein unentbehrlicher Gefährte des Menschen.

Die Pferde gewannen viele Schlachten, neue Standorte wurden nur durch ihre Beschäftigung eröffnet. Allein im Zweiten Weltkonflikt waren rund drei Mio. Pferde und Esel im Dienst der Bundeswehr als Reit-, Zug- und Transporttiere tätig und taten unglaubliche Dinge. Laut dem FN (Fédération Équestre Nationale) gab es 1950 in der BRD noch 1,57 Mio. Pferde, 1970 waren es aber nur noch 252.000.

Andererseits wurden Pferde als Partner in der Freizeit beim Reitsport immer mehr beliebt. Laut einer Untersuchung der FN gab es 2001 über eine Mio. Pferde und Ponys und 1,6 bis 1,7 Mio. Reiter. Der Reitsport ist in Deutschland zu einem beliebten Freizeitbeschäftigung geworden. Aber so unterschiedlich wie die Hunderassen - von der Minishetty bis zur schwerfälligen Kaltblütigkeit - sind auch ihr Nutzen und ihr Status in der Gemeinschaft.

Einerseits betrachten wir das Hobbypferd als einen beliebten Gefährten, der die Bedürfnisse seiner Art im besten aktiven Laufstall und auf grosszügigen Wiesen mit seinen Mitpferden erfüllen darf und ein langes, ruhiges und glückliches Wohnen hat. In keinem anderen Bauernhoftier ist die Vielfalt der Aufmerksamkeit des Menschen so groß wie bei Pferden. Laut EU-Kommission essen EU-Bürger 110.000 t Pferdefleisch im Jahr.

Vor allem die Süditaliener mögen Pferdefleisch. Sie verbrauchen etwa ein Kilo pro Person und Jahr, 600 in Luxemburg, 350 in Frankreich und nur zwischen 40 und 50 in Deutschland. In Deutschland wurden 2012 acht Mio. t Rindfleisch produziert, von denen nur rund 3000 t Pferdefleisch waren.

Bei vielen privaten Pferdebesitzern werden ihre geliebten Pferde im Falle einer unheilbaren oder schweren Erkrankung in ihrem Heimstall eingeschläfert. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland jedoch 11.250 Pferde für den Menschen abgeschlachtet. Mit dem örtlichen Pferdeschlächter ging das berühmte Schicksal dieser Pferde zu Ende. Im Jahr 2011 wurden in der ganzen EU (EU) 214.000 Pferde abgeschlachtet, die meisten davon in Südeuropa.

Der überwiegende Teil der Pferde wird in ihren Herkunftsländern nicht in der Region abgeschlachtet. Große Spediteure aus Osteuropa (Polen, Rumänien, Ungarn oder Litauen), Spanien und Frankreich beginnen an Sammelplätzen und transportieren schätzungsweise 100.000 Pferde auf bis zu 36 h langen Verladungen, vor allem zu süditalienischen Schlachthöfen. Außerdem kommen dort Pferde aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

Viele der Pferde sind bei der Anreise am Ende ihrer Stärke, viele von ihnen sind auch am Ende. Weil das Tier ein Flugtier ist und nach außen hin auch starke Schmerzen ohne Beanstandung zu tragen droht, bleiben die wahren Qualen der Pferde oft unterdrückt. Die Pferde erleiden schweigend.

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