Rao Pferd

Rao-Pferd

Die RAO ist auch unter den folgenden teilweise veralteten Namen bekannt: Krankheitsphysiologie III. Pferde mit RAO. Bei Pferden werden chronische Krankheiten als RAO = Recurrent Airwaiy Obstruction bezeichnet.

ROO / COPD / COB / COB

Die rezidivierende Atemwegsverstopfung (RAO) ist die häufigste Lungenkrankheit bei Pferde, bei der die Luftwege regelmäßig, teilweise oder vollständig blockiert sind. Wie stark die Beschwerden sind, hängt vom Krankheitsstadium ab. Diagnostik: Die Diagnostik kann oft schon anhand der auftretenden Beschwerden erfolgen.

Diverse weitere Abklärungen können die Diagnose unterstützen. Es können auch andere Stichproben genommen werden. Darin wird bestimmt, wie viel des Sauerstoffs eigentlich noch im Körper eintrifft und wie viel vom Abfallprodukt Kohlendioxid noch durch Ausatmen über die Lungen aus dem Körper ausgeschieden werden kann. Gründe für RAO: Die Hauptverursacher sind Überempfindlichkeiten des Gepäcks auf organische Stäube und Pilze, die hauptsächlich in Heuballen und Schimmelpilzen vorkommt.

Darunter fallen unterschiedliche Schimmelpilzarten, Futtermilben und Endotoxine. Der Gehalt an diesen Stoffen in Ballaststoffen hängt von der Rauhfutterqualität ab, ist aber oft in guter Heuqualität ausreichen, um den Krankheitsverlauf bei anfälligen Tieren aufrechtzuerhalten. Von den oben genannten Stoffen gereizte Atemwege weisen bei Tieren auch eine unbestimmte Sensibilität gegenüber verschiedenen anderen Stoffen wie Ammoniak und Hallenstaub auf.

Das Umfeld des Gepäcks außerhalb des Stalles kann auch zu zusätzlichen Irritationen führen, z.B. staubiges, pestizidbelastetes Ackerland.

Entzündliche Atemwegserkrankung - Aktualisierte Konsenserklärung erhältlich - Journal Journal Club im Internet veröffentlicht.

Die American College of Veterinary Internal Medicine (ACVIM) bietet aktuelle Informationen über die klinische Entwicklung, Entstehung, Diagnose und Behandlung von entzündlichen Atemwegserkrankungen (IAD) bei Pferden. In BALF kann der Prozentsatz der Neutrophilen gesteigert werden, aber im Unterschied zu RAO verbleibt er bei 25% der Patienten. Es gibt keine zytologischen Grenzen; für eine IAD spricht ein Wert von > 10 Prozent Neutrophile, > 5 Prozent Mastzelle und > 5 Prozent Eosinophile.

Typischerweise ist ein anhaltender, zeitweise auftretender Reizhusten vorhanden, aber das Fehlen von Erkältungskrankheiten schliesst eine IAD nicht aus. Abgesehen von der bereits geschilderten Art von IAD mit dem chronischen Erkältungskrankheiten und verstärkten Neutrophile im BALF, gibt es eine Art mit verstärkten Neosinophilen im BALF, die zunehmend bei unter fünf Jahren alten Tieren vorkommt.

Diese Art steht in direktem Bezug zu Alveolarstaub in der Luft und ist oft mit einer Überreaktivität der Luftwege verbunden. Grundlage für die Diagnostik der IAD sind (a) das Krankheitsbild, (b) der endoskopische Beweis für eine erhöhte Schlammbildung, BALF-Zytologie oder der Beweis einer beeinträchtigten Lunge und (c) der differenzialdiagnostische Ausschluß von RAO/Dämpfung, viralen Infektionen, bakteriellen Bronchitis und Lungenentzündungen, Pneumokonjunktivitis/Pneumonie, bewegungsinduzierter Lungenblutung, Neoplasie und Atemwegserkrankungen der A.

Analog zur RAO werden Tiere mit IAD oft mit Glucocorticoiden aufbereitet. In Jungpferden mit erhöhten Mast-Zellen im BALF wurden Mast-Zell-Stabilisatoren mit Erfolg verwendet, um das Krankheitsbild zu verbessern und die bronchiale Überreaktivität zu reduzieren. Mit Hilfe des niederdosierten Interferons alpha konnte die Neutrophilzahl im BALF reduziert und die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls bei IAD-Pferden verringert werden; die Anzahl der Emosinophilen und Mastzelle wurde dadurch jedoch nicht beeinflußt.

Eine weitere Vorgehensweise ergibt eine raschere klinischer Verbesserung bei Pferden mit RAO oder IAD nach dem Wechsel auf staubfreies Futter, wenn die Versuchstiere mit Omega3-Fettsäuren ergänzt werden. Bronchodilatoren haben auch einen gewissen therapeutischen Nutzen, der im Einzelnen den Erkältungshusten schwächt und der Schleimbildung durch Stärkung des mukoziliaren Spiels entgegenwirkt.

Kuëtil LL, Cardwell JM, Gerber V, Lavoie JP, Léguillette R, Richard EA (2016): Entzündliche Atemwegserkrankung bei Pferden - Überarbeitete Konsenserklärung.

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