Reiten mit Peitsche

Mit der Peitsche reiten

Pferdereiten - Reitpeitschen sind es wert - Sportarten Wie oft auch immer ein Reiter sein Ross schlägt: Der Sport des Galoppierens sorgt nicht für die Ausschlussqualifikation. Der Italiener Dario Vargiu besiegte vor drei Wochen den Beschäler Isfahan. Fuenf der neun Wimpern beim vierzehnten Bundesliga-Derby in Hamburg waren erlaenger. Die vier letztgenannten waren nicht mehr da. Der Elfmeter, den der siegreiche Reiter zahlen musste: 16.

625 EUR.

Die Problematik bei diesem Fall, der gerade vor dem Kölner Race Court gehört worden war, war, dass sich der Schiedsrichter nicht um die Bestrafung kümmerte. In der Derby ist der Gewinn für den Ruf wichtiger als die zu entrichtende Geldstrafe. Es ist auch möglich, dass er die Sanktion nicht selbst zahlen muss. Das Galopp-Team "Darius Racing" verdiente mit dem Derby-Sieg von Isfahan 390.000 EUR.

In der Industrie ist es anscheinend gängig, dass die Bestrafung von peitschenden Jockeys von den begabten Kunden in die Hände genommen wird. Der Missbrauch von Peitschenhieben wurde im deutschsprachigen Galopprennen bisher bis zu einem gewissen Grad honoriert, da die dafür verhängten Bußgelder in keinem angemessenen Verhältnis zum viel höherwertigen Sieg stünden. Wenn der Darius Racing Teammanager Holger Faust nach dem Derby-Sieg anscheinend damit prahlt, dass er seinen Unterjockey Vargiu zum Peitschenhieb ermutigt hat, wurden dafür alle möglichen Augenzeugen und Ohrzeugen gefunden - aber anscheinend war kaum jemand wirklich begeistert.

Nur als der Eigentümer des Drittplazierten, Dschingis Geheim, gegen den Erfolg von Isfahan protestierte, weil dem Reiter ausdrücklich befohlen worden war, die illegalen Schläge auszuführen, bezeugten die Zeuginnen auf eine Ladung des Kontrollstellen. Im Prozess am kommenden Wochenende haben zwei Zeuginnen den Geschäftsführer Faust belastet, wenn auch ohne nennenswerte Empörung. Der Rennbetrieb lehnte den Einspruch ab, verließ Isfahan den Derby-Sieg und seinen Eigentümer die 390 000 EUR.

Der Beweis für eine Einigung über den Missbrauch von Peitschenhieben war nicht ausreichen. Kaum wird ein Gespann zum ersten Mal wegen absichtlichem und übertriebenem Peitschenhieb ausgeschlossen, muss der Dachverband des Galoppierens, die Direktion für Reinzucht und Rennsport, eine Flut von nachfolgenden Protesten fürchten, da die Protestzeit im Reglement (Nummer 623, 3) fünf Jahre ist. Nr. 623. 3: Der dortige Rechtsanwalt Bernhard Matusche versuchte im Namen des Dschingis-Geheimhalters Horst Julius Pudwill, den Erfolg von Isfahan mit genau diesen Zahlen in Frage zu stellen.

Die Drohung der "Disqualifikation im Falle einer unzulässigen Vereinbarung, des Betrugs oder des Gebrauchs einer unzulässigen Droge", wie sie in der Wettkampfordnung formuliert ist, gilt seiner Meinung nach genau für seinen Vorfall, in dem der Teamchef Faustmann Jockey Vargiu zum Peitschenhieb auffordert.

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