Rohfleisch für Hunde

Rohes Fleisch für Hunde

Oft gestellte Fragen zu BARF bei Hunden Ist der Verzehr von rohem Fleisch gefährlich für Hunde? Auf die Frage, ob rohes Fleisch für Hunde gefährlich ist, kann mit einem klaren Nein geantwortet werden. Rohfleisch ist für den Tierhalter und den Besitzer ein Gefahr.

Für Mensch und Tier gibt es alles, was das Herzen des Besitzers nur erwünscht. Denn es gibt noch ein kleines bisschen Wildnis im Tier - so die Marketingfachleute -, ein Tier, eine Katz braucht Rohfleisch, "back to the roots". Heute steht dies für "Biologisch geeignetes Rohfutter", was frei übersetzt als biologische tiergerechte Ernährung bezeichnet wird.

Weil organisch gut für das Vieh klingt, wollen die Tierpfleger es auch mal probieren. Eine deutsche Expertin rät auch zum sorgfältigen Gebrauch solcher Produkte und weist darauf hin, dass Tiere in solchen Faellen aufgrund ihres Verdauungstrakts ein geringes Krankheitsrisiko haben als Menschen. Sie hatten 35 der meistverkauften Tiefkühlkostprodukte von Utrecht mit rohem Fleisch ausprobiert.

Teilweise werden die Erzeugnisse von acht Produzenten mit anderen Rohstoffen wie Eier oder Gemüsesorten mischen. In 40 Prozentpunkten der Präparate entdeckten die Utrechter Wissenschaftler coliforme Bakterien, die die zulässigen Grenzwerte für die Ernährung des Menschen nicht einhalten. Bei acht Präparaten (23 Prozent) identifizierte das Forscherteam die Variation Escheria coli 0157:H7, die zu schweren Nahrungsmittelvergiftungen führen kann.

Darüber hinaus waren in 28 Präparaten (80 Prozent) Antibiotika-resistente coliforme Bakterien enthalten. Darüber hinaus haben die Forscher in 19 Präparaten (54 Prozent) Listeria (Listeria monocytogenes) gefunden, die beim Menschen Entzündungserkrankungen hervorrufen und besonders für immungeschädigte Menschen und Schwangerinnen sind. Weitere Listerienarten waren in 15 Waren (43 Prozent) enthalten. In sieben Verpackungen (20 Prozent) war Salmonelle enthalten, die zu meldepflichtigen Durchfallkrankheiten führen kann.

Allerdings war die Anzahl dieser Keime gering: Die erlaubte Obergrenze für die Lebensmittelsicherheit für den Menschen wurde nicht übertroffen. Allerdings betont die Forschung, dass dies nicht immer gewährleistet werden kann, da für Futtermittel weniger strengere Vorschriften gelten. Für Futtermittel gilt. Bei einigen Präparaten entdeckten die Wissenschaftler auch Schädlinge wie Sarcocystis cruzi und die Erregerin der Toxoplasmose, Frau R. Meier.

Nach Angaben der Wissenschaftler erwarben einige Tierbesitzer Rohfleisch aus dem Metzger. Obwohl wir eine relativ kleine Anzahl von Tiefkühlprodukten untersucht haben, wurde deutlich, dass die verkauften Rohfleischprodukte mit einer ganzen Palette von Keimen und Schädlingen verunreinigt sein können, die bei Heimtieren Infektioskrankheiten verursachen und bei der Übertragung auch ein Gefährdungspotential für den Menschen mit sich bringen können.

Die Krankheitserreger können zum Beispiel übertragen werden, wenn ein Lebewesen einer Person die Hand oder das Gesichter ableckt oder im Schlaf liegt. Laut der Untersuchung hatte nur eine der geprüften Sorten einen Hinweis auf dem Label über den richtigen Gebrauch von Futtermitteln. "Josef Kamphues, Leiter des Institutes für Futtermittel an der Tiermedizinischen Fakultät der Universität Hannover, rät zu einem zurückhaltenden Vorgehen bei Barfen: "Wenn z. B. bei Tieren in der Haut oder im Verdauungstrakt hypersensibel auf industrielle Lebensmittel reagiert, kann Barfen eine gute Wahl sein.

"Auch wenn Hunde oder Katze nicht im Hause, sondern z.B. auf dem Gelände im Hundezwinger wohnten, war es ziemlich harmlos, so Kamphues. Bei den Haustieren ist das Krankheitsrisiko geringer, da ihr Magen-Darm-Trakt unterschiedlich ist. Beispielsweise sollte das Vieh einen eigenen Futterstelle haben und die Futterreste sollten nicht mit Menschennahrung oder Küchenutensilien in Berührung kommen.

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