Schlaufzügel

Schleifenzügel

Schlaufenzügel: Foltergerät oder nützliche Trainingshilfe? Einerseits ist es ein unverzichtbares Mittel in der Ausbildung, andererseits ist es ein vom Gesetz verbotenes Folterinstrument: die Schleifenzügel. Das Pferd muss mit dem Schädel nach vorne gehen. Dies ist das ultimative Bestreben vieler Fahrer, sobald sie in den Reitsattel einsteigen. Schließlich steht ein "tief - tief - rund - abgenutzter" Schädel für Beherrschung und irrtümlich auch für Unterstützung.

Ganz besonders flott geht es mit einem Schlaufenzügel. In der Welt des Pferdesports ist man sich nicht einig: Sind die Zügel ein missverstandenes Mittel mit tatsächlich bedeutsamer Funktionalität oder vielmehr ein Hilferuf von unfähigen Reitern auf der Suche nach völliger Selbstkontrolle? Die Schleifenzügel wurden wahrscheinlich von William Cavendish, dem Herzensbrecher von Newcastle (1592 bis 1676), erdacht. Er ist allgemein nicht als der sensibelste Trainer bekannt.

Inwiefern der Rein, den er damals durch einen Umhangzaum führen liess - zum Schutze des Pferdemaul - bereits genauso ausfiel wie den heutigen Schlaufenrein, ist nicht bekannt. Es ist heute auf jeden Fall ein etwa 2,75 Meter langes Band, das in der Regel am Boden des Gurtes angebracht wird und von dort aus zwischen den Pferdebeinen von Innen nach Aussen durch die Zaumringe unmittelbar in die Hände des Fahrers verläuft.

Letztere können daher die Wirkung auf das Maul des Pferdes unterschiedlich stark beeinflussen. Doch hier setzt das eigentliche Phänomen an: Die Ziehkraft, mit der der Mitfahrer auf die Zügel wirkt, erreicht etwa die doppelte Festigkeit des Pferdes. Das Ergebnis ist eine mehr oder weniger nach unten gerichtete Krafteinwirkung, je nachdem, wo die Öse auf dem Gürtel liegt - wie eine zügelnde Hand, die am Knie des Reiters steht oder noch tiefer", sagt Preuschoft.

So bringt der Mitfahrer Nacken und Schädel seines Reitpferdes in eine beigezäumtte Position - auch gegen den Wunsch des Vierbeins. Schließlich kann sich das gestresste Tier nicht von der Zwangszaumung erlösen. Bereits Preuschoft hat die Resultate seiner Reinkraftmessungen "Haare herausziehen" auch ohne Schlaufenzügel - einige Fahrer trugen bis zu 15 Kilo in jeder Handfläche.

Er will noch erforschen, wie sich die auftretenden Kräften unter Einbindung eines Schlaufenzuges ausdrücken. "â??Ich habe den Ã?berwiegenden Teil der Fahrer, die es benutzen, haben keine Vorstellung von der eigentlichen Wirkungsweise und benutzen es nur, weil jemand sagt, es sei gut.â?? Ist an den Zügeln überhaupt etwas Gutes dran?

Die Preuschoft sagt ja, und zwar, dass der Fahrer die Nutzungsintensität über seine Hand regeln und so seinen Effekt ganz eliminieren kann. Nach Wilhelm Müselers Reithese dienen die Hilfsleinen dazu, "dem Ross den Weg in die Tiefen zu weisen". "â??Aber selbst MÃ??eler gab zu: "Wenn man das Ross mit den ZÃ?gen in eine gewisse Position oder Position zwingt, kann man nicht mehr von einer angemessenen DÃ?

Um die Zügel zu schnallen, gibt es zwei Möglichkeiten. Der Gurt ist am Gurt angebracht und läuft von dort aus zwischen den vorderen Beinen des Springpferdes und durch die Zaumringe bis zur Mitnehmerhand. Die " Hochschnalle " (rechts) wird selten eingesetzt. Durch das tiefe Umreifen wird die Pferdenase zur Truhe hin und durch das starke Umreifen nach hinten und oben geschoben.

Wenn man ein Tier, dessen Schädel nur mit Hilfe von Hilfsmitteln auf die Brustkorb gedrückt wird, nie wirklich den Rückweg einschlagen kann. Insbesondere bei schmalen Nasenriemen führt die unsachgemäße Verwendung des Kordels auch zu physikalischen Beschwerden wie z. B. Ossifikationen im Nahbereich des Kurzhalsextensors und an der Basis des Halsbandes. Beim Springen mit Schleifenzügeln werden noch schlechtere Strecken hinterlassen.

Obwohl es bei Wettkämpfen auf dem Aufwärmplatz zwar untersagt ist, eine Schleife über den Jump zu benutzen, gibt es immer "mindestens einen Fahrer, der es trotzdem macht", sagt Tönnies. Deshalb plädiert der Tierarzt für ein allgemeines Verbot der Verwendung von Fliegen auf österreichischem und deutschem Turniergelände nach dem Beispiel der Schweiz. Seit 2015 sind die Hilfsleinen auf dem Aufwärmbereich nicht mehr erlaubt.

Häufig handelt es sich bei dieser Zielgruppe um Laie, denen es an fundierten Grundkenntnissen über das Individuum des Pferdes, seine Erziehung sowie über Einstellung und Anwendung mangelt. Richtige Verwendung von Schlaufenzügen? Die Experten sind sich daher mindestens in einem Punkt einig: Bei falscher Anwendung sind die Schleifenzügel weniger ein Hilfs- als ein Quälgeist. Dr. Robert Stodulka sagt: "Grundsätzlich ist es nicht die Fehlerursache des Werkzeugs, wenn es unsachgemäß benutzt wird.

"? Die ursprÃ?ngliche Grundidee des Kordelzuges war es, das Ross zu bÃ? und zu zÃ?geln. Ausgestattet mit viel sicherem Instinkt konnte er so in der Handfläche eines sensiblen Mitreiters dazu beizutragen, dass ein nach oben drängendes Tier eingeschränkt wird. "â??Das Hauptproblem ist jedoch, dass viele glauben, dass sie ein so sensibler Fahrer sind.

In der Tat fühlen sie jedoch nicht, ob das gesuchte Tier über den Hinterkopf geht und keinen eigenen Sitzplatz hat. Und dann sind die Zügel eine Messerschneide in der Handfläche eines Äffchens - eine sehr ungerechte Parterschaft. "Stodulka selbst verwendet nie Schleifenzügel, hält sie aber für zu dumm. Vielmehr sollten sich die Fahrer besser die Frage stellen, warum sie überhaupt eine Zügel benutzen wollen.

Wieso geht das nicht so? Das Training eines Jungpferdes muss seiner Beschaffenheit entsprechen. "Stodulka erkennt ein großes Hindernis darin, dass heute Schlaufenzügel ganz natürlich durch die Zaumringe geleitet werden. Manche Fahrer benutzen auch einen Hebelbohrer anstelle eines Zaums, wie z.B. einen Zaumzeug oder einen Vorbau. Die vielen Bewegungsabläufe zwischen Sattelgurt, Pferdesattel und Kopf, Reithand und Zähnen sind dafür verantwortlich.

"Auf diese Weise wird das Tier immer kleiner und größer und die Stöße in den Mund. "Auch ein sorgfältiger Gebrauch der Schleifenzügel löst diese Problematik nicht, so Thiel. "â??Ein Fahrer mÃ?sste einen Bordrechner haben, um ihn steuern zu können und immer pÃ?nktlich zu sein. Aber auch dann wäre eine wirkliche Abhängigkeit des Pferdes von den Zügeln nicht möglich, da alle Kräften in verschiedene Himmelsrichtungen wirken.

"Als gute Wahl, z.B. beim Reiten eines neuen Pferdes, bietet sich ein gleitender Ring-Martingale an, dessen Zugwirkung nach unten unmittelbar abgeschaltet wird, wenn das Tier seinen Körper wieder in eine gesunde Körperhaltung zurückversetzt. Gefragt, warum so viele Fahrer noch Schleifenzügel verwenden, sagt Thiel: "Es geht um Selbstkontrolle!

Das Zusammenziehen eines Pferdes ist viel leichter, als es richtig zu trainieren. "Viele Mitreiter fühlen sich mit einem eng gefesselten Ross wohler. Die Schlaufenzügel als Unterstützung für unsicherere Fahrer? Im Grunde genommen sagt sie: "Es ist nichts falsch an Schlaufenzügeln, wenn man sie als Ausnahme verwendet, um ein trainierteres Ross zu fahren, das sich bereits selbst trägt und zusammenbauen kann, aber vielleicht zieht es sich gelegentlich heraus, nur ein wenig lose.

Außerdem sollten sie dann lose absacken und das Tier nur nach oben einschränken, nie nach unten fahren. "Das Gleiche gilt für ungeübte Pferde. Genau wie die Sporne muss man sich zuerst Schleifenzügel erspielen. Für Schüler, die noch nicht in der Lage sind, auf dem Rücken des Pferdes gut zu koordieren, schnallt Rothenberger das Ende des Gurtes lose an die Seite des Gurtes, anstatt es dem Fahrer zu übergeben.

Es geht darum, das Joggen und Saunieren für den Lernreiter und das gestresste Kind komfortabler zu gestalten. Da ist der Weg falsch", sagt sie. Vielmehr sollten ihrer Ansicht nach Verwalter ausgebildet werden, um dem Zuschauer, der die Show in den Aufwärmarenen verfolgt, "das Trainieren der Mitfahrer fachkundig zu erklären".

Dressur ist bereits seit rund 20 Jahren bei Wettbewerben gesperrt - und ich kann mir gut vorstellen, dass wir in Österreich dem Beispiel der Schweiz nacheifern und es auch im Springsport verbieten", sagt Elisabeth Max-Theurer, Vorsitzende des Österr. Reitsportverbandes (ÖSV): "Ich glaube nicht, dass die Zügel im Allgemeinen Sinn machen, im Dressurbereich ist sie bereits seit rund 20 Jahren bei Wettbewerben gesperrt.

Wird es bereits genutzt, in Einzelfällen auch als Kurzkorrektur, dann liegt es in den Händen eines Spezialisten. Die Zügel sind seit über 15 Jahren aus unserem Betrieb verboten - und werden nicht zur Verbesserung benutzt. Die Zügel werden hauptsächlich für Pferde mit einer "normalen" Körperhaltung und Schwierigkeiten mit ihrem Bewegungsapparat verwendet:

Die Schleifenzügel - richtig angewendet - sind eine gute Abhilfe in der Einarbeitungsphase. Besonders bei unzureichender Traktion tendieren fehlerhaft mit Schlaufenzügeln gefahrene Tiere dazu, kräftig auf der Vorderhand zu landen. Es sollte daher nur von Fahrern benutzt werden, die damit zurechtkommen - oder nur unter der Anleitung eines erfahrenen Ausbildern.

Ich an sich betrachte die korrekt angewendeten Zügel als ein sehr gutes Mittel. Es nur zu verhindern, weil es oft missbraucht wird, ist meiner Meinung nach eine übertriebene Haltung. Selbstverständlich bin ich normalerweise kein Begleiter der Bordsteinzügel. Ich kann jedoch dem Vorurteil vieler professioneller Springreiter entnehmen, dass es sanfter zum Pferd ist, mit einer ruhigen, feinen Handfläche mit nur einem kurzen Spann zu fahren, als mit sehr klaren Hilfsmitteln zu trainieren.

Es kommt, wie immer in solchen Gesprächen, darauf an, wie die Leine benutzt wird. Wird er fest eingestellt und drückt das Gespann in eine Zwangslage oder schwebt er lose durch die Zaumringe und wird bei Bedürftigkeit nur für wenige Sekunden ausgenutzt? Unter keinen Umständen dürfen mit Zügeln Pferde in eine bestimmte Körperhaltung gezwungen werden.

Dabei ist die Fahrqualität ausschlaggebend - und die Zügel können das richtige Fahren nicht ausgleichen. "Renate Voglsang, Reiterin und Trainerin: "Die Zügel sind ein delikates Unterfangen. Es beweist, dass man mit einem Pferde nicht umgehen kann. Für einen solchen Anwendungsfall betrachte ich die Schleifenzügel als gerechtfertigt und benutze sie auch. Gerade weil er einen so großen Einfluß auf das Pferde hat, gibt er Geborgenheit.

Zwei Dinge waren sich alle Fachleute, mit denen wir sprachen, einig: Die Zügel gehören nicht in ungeübte Hände und dürfen den Kopf des Pferdes nicht in eine Körperhaltung drängen und dort anbringen. Schlaufer zählt laut Prof. Dr. Preuschoft "in der Mottenkiste" zu allen anderen Zügeln. Was beim Einsatz eines Hebezeugs auf das Maul des Pferdes einwirkt und ob es wirklich einen Bordrechner benötigt, um es richtig zu benutzen, wird wahrscheinlich erst bei zukünftigen Vermessungen durch den Papst der Verstärkung gezeigt.

Zwölfmal im Jahr berichten wir nicht nur über die bedeutendsten in- und ausländischen Wettkämpfe, sondern auch über die Themen Gesundheit, Recht, Tierhaltung, Ernährung, Aufzucht, Pferde- und Reitausbildung, Ausstattung, Stalltechnik, Freizeitreitsport und umfangreiche regionale Berichtbarkeit.

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