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"Wendy ": Eine Pferdemagazin hat die Mädels emanzipiert. Unter Frauen und Männern. Vor allem zwischen Frauen, die aus dem Alltag wissen wollen, ob sie hübsch sind, und solchen, die sich wirklich wichtige Dinge fragen: Sehe ich jetzt ein eigenes Kind? Was für ein passendes Pferde? Existenzfragen wie diese werden seit dreißig Jahren von einem Magazin geantwortet, das mit einiger Berechtigung und gutem Willen als Sturmgewehr der Emanzipation bezeichnet werden kann, auch wenn das Magazin mit seiner gelb-blonden Heroine, den vielen kleinen Herzen und Kringelchen und den schreienden rosa Linien überhaupt nicht nach Frauenrechtlertum ausfällt.

So hat sich die "Wendy" den Männern in den vergangenen Dekaden bereits durchgängig und ausschließlich visuell verweigert: Knaben, die das Magazin in die Finger bekommen, bedrohen den unmittelbaren sozialen Abstieg. "Die " Wendy " Leser dagegen, so unbedenklich, lieblich und rosafarben die Zeitschrift auch sein mag, tauchen in das Blut des Drachens aus einer wahren Passion. Wer sich für die Stockgröße des Przedswit, einer weitestgehend fremden Pferdesorte, die notwendigen Gewichtsveränderungen bei Kutschfahrten interessierte, kann die Vorteile von Therapiehundenpferden oder gar Strasssteinzäumen nicht so süss und pink sein.

Jeder, der mit der "Wendy" davon trÃ?umt, einen Pferdestall zu säubern und ein Paddock zu nisten, aus dem Pferdesattel gehöckt zu werden und wieder auf den Pferdesattel zu steigen, ein Spannpferd eine halbe GröÃ?e zu fÃ?hren oder einen ganzen Tag auf den tierischen Arzt zu tÃ?tigen, weiÃ?, dass das ökonomische Schaffen keine Pony Farm ist und die Pony Farm auch keine Pony Farm ist.

Mit dem Erscheinen der ersten "Wendy" am 5. Juli 1986 wurde eine beachtliche Weiterentwicklung vollzogen. Es ist der seltenste Zufall, dass dem patriarchalischen Regime ein Symbol entrissen wurde. Durch die Mechanisierung wurde das Männchen jedoch zu einem weiblichen Wesen - der Pferdeauslöser wurde zum Autohaus und der Reiter des Herrn zur Reiterin, die kaum weniger gefürchtet war.

Bis zum 30. Jahrestag der "Wendy" kommt nicht einmal die eigene Pressestelle des Verlages ohne lästige Psychologisierung aus. Der beste Nachweis für die Stärke der Pferde liegt jedoch immer noch in den Händen von hippophoben Männern, die, um weibliche Reiter zu disqualifizieren, immer streitsüchtig unterhalb der Gurtlinie liegen. "Aber nein, Wendy Thorsteeg, die nie vergreisende Titelfigur des "Wendy"-Comics, hat keine sodomitische Beziehung zu ihrer Hannoveraner Stute Penny.

"Fick den Fürsten, ich nehme das Pferd", sagt eine schöne Kehrtwendung der patriarchalischen märchenhaften Logik auf T-Shirts, die am besten mit Reithosen kombinierbar sind, und wenn "Wendy", das Magazin, nicht sicher ironikfrei wäre, würde Wendy, das Mädel, solche T-Shirts mitnehmen. Repräsentanten des Männergeschlechts treten im "Wendy" tatsächlich nur dann auf, wenn sie fahren oder, wie Wendys Familienvater Gabunar, einen Pferdestall errichten.

"Wendy's Vater", so lautet das unvermeidbare "Profil" auf der Homepage "Wendy", "das früher mit seinem Pferde Onyx Dressage geritten wurde und den klassischen Reitstil vorzieht. "Andererseits muss Freundin Sven, mit der Wendy sich zu einem Liebesdate im Cafe "Blu" verabredet, "ein oder zwei Modellkonflikte aushelfen, weil er nicht so begeistert von Pferden ist wie der Rest bereist", "aber er macht immer noch gerne ein oder zwei Ausritte".

Der gutaussehende Jerry, Wendys Ex-Freund, ist "ein sehr guter Reiter" und "hat schon viele Wettbewerbe gewonnen". Noch mehr als die unvermeidbaren Fotogeschichten, die im Laufe der Jahre ihren Reiz der Teilnahme beibehalten haben und aus Budgetmangel bereits echte Hintergründe liefern, waren die "Wendy"-Commics immer eine unangemessene Forderung für Nicht-Enthusiasten.

Auf der anderen Seite bleibt der beruhigende Trash-Effekt seit Jahren unverändert: "Wendy"-Comics werden gelesen, weil man "Wendy"-Comics lest, am besten mit Cacao und Nutella-Brot, wenn man verstaubt und schweißgebadet aus dem Pferdestall kommt, wo es so ähnlich wie auf den Fotogeschichten wirkt, weil die Hürden nicht über Kniescheibenhöhe hinausreichen und die Schachteln ein wenig zu düster sind.

Das Beste an der "Wendy" sind nicht die Plakate zum Aufkleben von Kinderzimmerwänden mit aufsteigenden Fries oder gallopierenden arabischen Formen, sondern die Themen, die sich wirklich auf das Geschäft konzentrieren und die Passion nähren: Übrigens, Wendy Thorsteeg, seit langem eine begeisterte englische Reiterin, hat sich vor Jahren für die Eingliederung entschieden und besaß seither auch ein Westpferd.

Es ist kein Wunder, dass der Bauernhof Rosenborg von Wendy in Norddeutschland gelegen ist. Aber nur Wendy, das Mädel, nicht "Wendy", das Notizbuch, hat die Zeit verstrichen, ohne eine Spur zu hinterlassen. Der Trick aus dem Vorjahr, ein "Fashion-Set", war mehr für Mädels, die in den Köpfen der echten Reiter nicht mehr als Mädels waren, und auch die einseitige Werbung für das "Germany's Next Topmodel" -Thema weist auf unangenehme Überlappungen hin.

Aber Wendy hat immer noch die Position: Frau Vanessa, die "sehr eitel" ist und "fast ihr ganzes Gehalt für Kleidung ausgibt", kann laut ihrem Profil "manchmal sehr verräterisch" sein. Auch wenn das immer noch der Fall ist, können die Mütter es wie Shakespeares Richard III. behalten und ihr Reich für ein Tier aufgeben.

Wenn es nicht genug für ein Reich ist, dann muss es die Wendy sein.

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