Zeche Zollern Dortmund

Bergwerk Zollern Dortmund

Das Bergwerk Zollern ist ein stillgelegtes Kohlebergwerk im Nordwesten der Stadt Dortmund, im Kreis Bövinghausen. Die Zeitgenossen nannten die wohl schönste Zeche im Ruhrgebiet "Schloss der Arbeit". Das Bergwerk Zollern in Dortmund ist als eines der schönsten Bergwerke eines der Highlights der Industriekultur im Ruhrgebiet. Das LWL Industriemuseum Zeche Zollern, bekannt als "Schloss der Arbeit", ist eines der schönsten Zeugnisse der industriellen Vergangenheit. Infos zum Ambientetrauort Zeche Zollern II / IV.

Betriebsmuseum

Eine Premiere: Die roten Backsteinfassaden der Paläste und die kunstvoll verzierten Giebel der Gebäude, die sich um einen grasbewachsenen Platz gruppieren, erinnern auf den ersten Blick eher an eine aristokratische Residenz als an ein Kohlebergwerk. Es ist genau eine der Ideen hinter der Architektur. Das " Herrenhaus der Arbeit " westlich von Dortmund ist heute zweifellos eines der schönsten und beeindruckendsten Beispiele der deutschen Industriegeschichte.

Die industrielle Ausnahmearchitektur des Museums ist jedoch nur einer von vielen attraktiven Aspekten des Museums. Die verschiedenen Ausstellungsbereiche tauchen Sie ein in eine Welt schwieriger Arbeitsbedingungen, und die Geschichten der Männer und Frauen, die im 20. Jahrhundert in Kohlebergwerken gearbeitet haben, werden diese Realität zum Leben erwecken.

Sie können sich für weitere Informationen an das Museum wenden. Sie finden hier weitere Informationen über die Zeche Zollern.

mw-headline" id="Geschichte">Geschichte[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

Das Bergwerk Zollern ist ein nicht mehr genutztes Kohlebergwerk im nordwestlichen Teil der Dortmunder Innenstadt, im Kreis Bövinghausen. Die Anlage ist aus zwei Gruben aufgebaut, die "unterirdisch" verbunden waren: Grube I/III (d.h. Schacht I und III) in Kyrillinde und Grube II/IV in Bövinghausen. Heute ist die Zeche Zollern II/IV einer von acht Museumsstellen des dezentralen Industriemuseums LWL, das hier auch seinen Hauptsitz hat.

Das Bergwerk ist ein Ankerplatz der Routen des Industriedenkmals im Revier und der ERIH. Das ist nicht zu übersehen mit der Zeche ZOLLVEIN. Das Zollern 2/4 wurde zwischen 1898 und 1904 als Modellbergwerk der Geisenkirchener Bergwerks-AG (GBAG) unter dem Einfluß ihres Leiters Emil Kirdorf errichtet. Im Jahr 1899, in einer Tiefe von 139 Metern am Schachtbauwerk 2, wurde die Präsidentennaht entdeckt.

Im ersten Schritt wurde der Schachtbau in einer Teufe von 282 Metern auf die dritte Ebene versenkt. 1921 und 1942 wurde der Schaft auf eine Endtiefe von 490 Metern erweitert. Im Jahr 1900 wurde Schachtbau 4 in den dritten Stock versenkt und dienten als Lüftungsschacht.

Ein Durchbruch zu den Schachtanlagen Zollern 1 und 2 erfolgte: Bis zum Ersten Weltkrieg wurde überwiegend aus der dritten Ebene produziert, danach wurde die Produktion in die vierte Ebene (366 Meter Tiefe) verlegt. Obwohl die Einrichtung modern ist, wurden Mängel in den Tageseinrichtungen festgestellt. Verglichen mit dem Zweiten Weltkrieg waren die Zerstörungen der Betriebseinrichtungen im Bergwerk 2/4 während des Zweiten Weltkriegs relativ niedrig.

Bereits Ende der 1920er Jahre hatte der damalige Eigentümer, die Vereinigten Eisenwerke AG, vor, die Produktion der Gruben Zollern 1/3, Zollern 2/4, Germania 1/4 und Germania 2/3 zusammenzulegen. Es sollte eine Zentralförderanlage mit der Absaugung auf die sechste Ebene ausgerichtet werden. Mit den Bauarbeiten auf dem Werksgelände der Germania 2/3 wurde jedoch erst im Dez. 1939 begonnen; die provisorische Endtiefe wurde am 16. Mai 1942 mit einer Teufe von 649,5 Metern erzielt. Der Bau des neuen Werks wurde am 18. Mai 1942 abgeschlossen.

Seit 1958 wurde die siebte Ebene in einer Tiefe von -683 Metern NN befahren. 1951 wurde der Lampenraum auf Zollern 2/4 umgebaut und auf der Koje ein Duschraum erbaut. Der Kohleabbau im Werk wurde 1955 gestoppt. 1965 musste die Zeche Germania/Zollern ihre Produktion einstellen; der Verwaltungsrat der Dortmunderschließung entschied, die Zeche Zollern 2/4 zu schließen und die Mineure in die anderen Teile der Zeche zu verlagern.

In den Jahren 1967 und 1966 wurden die Schachtanlagen Zollern 2 und 4 befüllt. Bereits 1971 wurde die Germania-Zentralmine geschlossen. 1904 wurde auf dem Gelände der Zeche Zollern 2/4 eine eigene Kläranlage gebaut, die jedoch nur bis 1918 in Kraft war. Die Zollern ist eines der baulich interessantesten Bergwerke im Ruhrgebiet. Nach dem Zechenportal befindet sich ein großer, von Bäumen gesäumter Vorplatz.

In der Tat war die Mine über Jahrzehnte hinweg unverändert erhalten geblieben. Lediglich Einzelteile, abgenutzte oder nicht mehr benötigte Anlagenteile wurden abgerissen, verworfen oder wiederhergestellt. Dazu gehörten die ursprünglichen Fördertürme, die zwischen 1986 und 1988 durch zwei identische Türme anderer Bergwerke abgelöst wurden. Der Gerüstbau über Zollern II kommt heute von der Zeche Wilhelmine Victoria in Gelsenkirchen, der Gerüstbau über Zollern III von Friedrich dem Großen in Herne.

Als Ende der 1960er Jahre nach der Schließung des Werkes ein Totalabriss zu erwarten war, zog das imposanteste Bauwerk des gesamten Werkes schließlich die Blicke auf das frühindustrielle Denkmalschutzgebiet: die Maschinenbauhalle. Damals wurde die Hauptmaschinenhalle der Zeche nicht mehr in Massivbauweise (wie ursprünglich von Knobbe geplant) gebaut, sondern in der Erwartung einer schnelleren Abwicklung als eine gemauerte Eisengerüstkonstruktion.

Das Modell war die Messehalle der Gutenhoffnungshütte in der Rheinisch-Westfälischen Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf 1902, in der auch die Elektrohubmaschine für Welle II (vor ihrer Endmontage in Bövinghausen) gezeigt wurde. Ähnlich wie beim Düsseldorf-Saal schmückte der in Berlin lebende Baumeister Bruno Möhring (1863-1929) die Maschinehalle mit Jugendstil-Details und gipfelte im Eingang mit farbigem Glas und geschwungenem Baldachin (ähnlich wie bei den Metro-Stationen von Hauguard in Paris).

Beide Anforderungen werden in der Maschinenbauhalle erfüllt: Es war damals eine hochmoderne Stahlkonstruktion und beherbergt modernste Elektrik, als andere Bergwerke noch ohne Strom arbeiteten. Bereits seit 2009 ist die Maschinehalle umfassend umgestaltet. Sturmschäden am Dach der Maschinenbauhalle im Nov. 2010 verzögerten den Fertigstellungstermin der Sanierungsarbeiten. 2 Das Maschinenhaus ist seit dem 12. Oktober 2016 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Dabei ist neben dem baulichen Aspekt des Komplexes auch die Technik zu betonen. Im Maschinenhaus sind die bedeutendsten großtechnischen Einrichtungen wie Wickelmaschinen, Verdichter und Umrichter größtenteils im ursprünglichen Zustand gehalten. Dass in Zollern zum ersten Mal alle wichtigen Anlagen, auch die Wickelmaschinen, mit elektrischer Energie versorgt wurden, ist in der Geschichte der Technik von großer Ausprägung. Scheinbare Exemplare sind das prachtvolle Marmorbedienfeld mit seiner Fülle an originalen Instrumenten oder die große Jugendstiluhr in der Maschinenbauhalle.

Auf Anregung von Hans P. Koellmann wurde die Maschinenbauhalle 1969 nicht wie vorgesehen abgerissen, sondern als erstes Industriegebäude in Deutschland unter Schutz gestellt und zunächst vom DMB in Bochum gepflegt. Im Jahr 1981 hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Zeche in das zentrale Landesmuseum Westfalen integriert. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Kohleverladung, die frühere Zechenstation und ein begehbarer Förderturm.

Der Innenraum der Maschinenbauhalle wurde bis Ende Herbst 2012 umfangreich renoviert. Auf dem Gelände des früheren Zechenbahnhofs und des angrenzenden Freigeländes befindet sich eine umfassende Ansammlung von Schienenfahrzeugen, die überwiegend von früheren Werksbahnen der Kohle- und Stahlindustrie stammt. Die ständige Ausstellung Musternzeche wurde 1999 eingeweiht. So war die Maschine Halle bereits Schauplatz des Klavier-Festivals Ruhr.

Die Zeche Zollern wird seit vielen Jahren als Spielstätte für Inszenierungen aus der Umgebung benutzt. Als Teil der Stempelserie Attraktionen erscheint am 7. Oktober 1987 eine Marke mit dem Bergwerksmotiv. Die Hubertus Kaffanke, Alfred Franke: Zollern-Germania. Ausbau von vier Bergwerken im westlichen Dortmund zum Zentralbergwerk 1850-1971 (= Landschaftsverband Westfalen Lippe, Rheinisches Industrie- Museum, Schächte Vol. 32.)

Katrin Holthaus: Architekturführerin Zeche Zollern 2/4 u. a. Klösterxt Verlagshaus, Essen 1944 u. a. Dagmar Kift: Keine Herrschaft. Jugendliche im Bergbau Ruhr 1898-1961. Das Beispiel Zeche Zollern I2/IV. Provisorischer Leitfaden für die Zeche Zollern I/IV. Westphälisches Gewerbemuseum, Dortmund 1996, zweite Ausgabe 1997, Dagmar Kift:

Modell Zeche Zollern II/IV. Wilhelms und Gertrude Hermann: Die ehemaligen Bergwerke an der U-Bahn. Langewiesche Verlagshaus, Königstein im Taunus 2008, ISBN 978-3-7845-6994-9, insbesondere S. 111-121. Höhespringen Nr. A 0373. Gedenkverzeichnis der Landeshauptstadt Dortmund. Ort: dortmund. de - Das Dortmund-Stadtarchiv. Landesdenkmalamt Dortmund, 16. Mai 2014, abgefragt am 16. Mai 2014 (PDF, Größe: 180 kB).

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